RS Beratung – Förderprogramm des BMWi

Für viele Unternehmen reicht allerdings der brancheneigene Qualitätsstandard nicht aus. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt werden: Lassen sich Material, Verarbeitung, Design verbessern? Kann der Kundenservice besser sein? Sind Kundenorientierung und Know-how der Mitarbeiter auf dem neuesten Stand? Erfüllt das Produkt die Kundenwünsche von heute und vielleicht schon von morgen?

Auf Qualität zu achten heißt, die Qualitätsanforderungen für ein Produkt oder eine Leistung festzulegen. Vom Zulieferer bzw. der Entwicklung über die Produktion und den Verkauf bis hin zu den Mitarbeitern muss das gemeinsame Qualitätsziel von allen Beteiligten angestrebt werden.

Wichtige Hilfestellung bei der Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems ist die internationale Norm ISO 9000-Serie, die mittlerweile in allen Branchen Anwendung findet. Die Qualitäts-Norm ist eine Art Leitfaden und unterstützt das Unternehmen dabei, systematisch die selbst gesteckten Qualitätsziele zu erreichen. Qualitätsmanagement ist also kein beliebiger Begriff, sondern steht für ein bestimmtes Vorgehen, das in der ISO 9000-Serie festgelegt ist. Für die Umsetzung stehen spezialisierte Beraterinnen und Berater zur Seite und helfen, typische Fehler zu vermeiden.

Zu den typischen Fehlern und Defiziten gehören:

• keine Orientierung am Kunden
• unzureichende Qualifizierung und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
• keine Festlegung von Unternehmenszielen
• mangelnder Überblick über Prozessabläufe und Wechselwirkungen im Unternehmen
• Verschwendung von Ressourcen
• kein Ausschöpfen von Verbesserungspotenzialen
• keine strategische Planung zur steten Verbesserung
• unzureichende Informationen, um realistische Ziele zu stecken
• keine Qualitätsvereinbarungen mit Lieferanten

Im Rahmen der Beratung können die Abläufe des Betriebes auf Effizienz hin untersucht werden. Dies umfasst die gesamten betrieblichen Abläufe von zum Beispiel der Entwicklung, dem Einkauf, der Produktion, dem Vertrieb bis zum Service. Dabei sollen Verantwortlichkeiten genau festgelegt, geregelte Arbeitsabläufe sichtbar gemacht und vorhandene Störgrößen im Geschäftsprozess abgebaut werden. Ziel ist es, die Geschäftsprozesse zu optimieren.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) betreut im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die Förderung unternehmerischen Know-hows für kleine und mittlere Unternehme sowie Freie Berufe durch Unternehmensberatungen. Mit dieser Beratungsförderung können Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe, die seit mindestens einem Jahr am Markt tätig sind einen Zuschuss zu den Kosten erhalten, die ihnen durch die Inanspruchnahme einer Beratung entstehen.

Seit 2005 wird das Förderprogramm neben den Mitteln aus dem Bundeshaushalt auch aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.